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KI:Freund oder Feind?-GedankenFutter

Sven Ulbricht von dem IT-Unternehmen Coraixx war bei uns zu Gast und hat unter anderem über Künstliche Intelligenz geredet. Dabei fand ich eines seiner Argumente besonders interessant: Eine KI würde ohne Regulierung nie Krieg führen, weil sie wie im Film Wargame feststellen würde, dass Sie einen Atomkrieg nicht gewinnen könnte. Also wäre eine Revolution der Maschinen ohne menschliche Emotionen nicht möglich? Werden wir mit und nicht für die KI arbeiten? In diesem Beitrag wollen wir einfach mal etwas drüber philosophieren und für einen Gedankenanstoß sorgen.

Musk vs. Zuckerberg

Wenn in Filmen die KI ihre Erschaffer (und Herrscher) im Können überflügelt, kommt es meistens zu dem Versuch die Menschheit zu unterwerfen oder vor sich selbst zu schützen. Nach den inoffiziellen Robotergesetzen des Autors Isaac Asimov müssen Roboter den Menschen schützen, gehorchen und dürfen sich zum Selbsterhalt schützen (https://de.wikipedia.org/wiki/Robotergesetze). Dabei ist Regel Nr.1, die Unversehrtheit des Menschen, immer zu beachten und bevorzugen. In Filmen wie Wall-E, 2001: Odyssee im Weltraum oder I,Robot entwickelt die KI ein zusätzliches nulltes Gesetz: Die Menschheit muss um jeden Preis geschützt werden. In diesen Filmen werden wir im Zweifel mit Gewalt und gegen unseren Willen von den Robotern kontrolliert, weil wir uns sonst selbst verletzen. Paradox, aber wenn man sich die menschliche Geschichte anguckt, nicht abwegig. Aber das sind Filme, Fiction, so etwas wird nicht wirklich passieren oder? Wenn man sich den Podcast von "PowerfulJRE" mit Elon Musk anhört, dann ist die Zukunft von uns Menschen nicht so rosig. Für notwendige Regulierungen sei es zu spät und im Terminator-Style werden uns die Maschinen beherrschen. Zuckerberg widwerspricht bei der Twitter-Fede mit Musk diesem düsteren Ansatz wehement und sieht eine Symbiose von Mensch und KI vorraus. (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kuenstliche-intelligenz-mark-zuckerberg-gegen-elon-musk-15123200.html)
Stephen Hawkings sagte über das Thema: “The development of full artificial intelligence could spell the end of the human race….It would take off on its own, and re-design itself at an ever increasing rate. Humans, who are limited by slow biological evolution, couldn't compete, and would be superseded.” Wir können also schlichtweg nicht mit den Maschinen mithalten und unsere Existenz ist von dem Wohlwollen der KI abhängig. Quasi die hausgemachte Alieninvasion, wenn wir Pech haben. 
Ein weiterer brillianter Unternhemern unserer Zeit, ein gewisser Bill Gates, hat die Vorderung aufgestellt, dass eine Robotersteuer aufgrund der abnehmenden Beschäftigung und damit sinkenden Einkommensteuer eingeführt werden muss. Dadurch muss man sich auch die Frage gefallen lassen, ob Robotern deshalb Arbeitnehmer- bzw. sogar Menschenrechte zustehen. Sinnvoll wäre das eigentlich nur, wenn die Maschinen wie Tiere ein Bewusstsein hat, Empfinden kann und Schmerzen spürt. Bis auf das Bewusstsein kann man all das durch entsprechende Progammierung implimentieren bzw blocken. Also doch kein Problem? Wenn wir Humanoide Androiden entwickeln schon. Das Spiel Detroit:Become Human beschäftigt sich eindrucksvoll mit diesen Fragen und gibt dem Spieler die Chance für Frieden, Kireg oder Androiden-Genozid zu sorgen.    
 
KI als Waffe

2016 hat Microsoft auf Twitter Tay, eine KI, lernen und schreiben lassen. Das Ergebnis: Antisemtische Texte und Hitler-Glorifizierung. Trolle haben den Lernmechanismus ausgenutzt und mit entsprechenden Infos gefüttert. Das zeigt das selbe Problem, was wir Menschen auch haben: Abhängigkeit vom Umfeld und dem, was wir lernen. Der entscheidene Unterschied ist, dass der Mensch ein Gewissen/Empathie hat und dadurch unrecht erkennen kann/fühlen kann. Etwas, was die KI selbst durch entsprechende Information möglicherweise nie lernen wird. Was richtig und was falsch ist lernt die KI durch uns. Sie ist am Ende nur so schlau wie wir sie machen, kann uns aber in ihren Fähigkeiten unfassbar überflügeln. Der Missbrauch der Technologie als Waffe ist daher sehr real, gerade in Zeiten vom Cambridge Analytica (https://www.sueddeutsche.de/digital/cambridge-analytica-die-schmutzigen-methoden-der-datenfirma-1.3913692). Gezielte Desinformation und Aufhetzung wird durch Echo Chambers noch einfacher möglich. Daher muss es für uns Menschen immer die Möglichkeit geben die Maschinen gewissenhaft zu überwachen und im Zweifel zu stoppen.
 
KI ist wie die Atomkraft

Im Prinzip kann man die Technologie KI mit der Atomkraft vergleichen: Beides zu seiner Zeit sehr viel versprechend und bessere als alles zuvor. Aber wenn etwas schief gehen sollte, dann knallt es richtig. Entscheidend für diese Unglücke ist menschliches Versagen. Oder wenn es gut läuft eben menschliches Bestehen.
Wie man sehen kann gibt es viele viele Fragen und Gedanken zu dem Thema, die ein Mensch gar nicht alle klären und niederschreiben kann. Vielleicht ja eine (freundliche) KI. Trotzdem viele Fragen die wir Menschen uns stellen müssen. Nicht nur Politiker und Unternehmer, sondern die breite Bevölkerung. Daher dieser Gedankenanstoß von uns.
Wie immer könnt ihr uns bei den Social-Media Kanälen von awenworld eure Meinung zu kommen lassen.


Interessante Links:
https://www.youtube.com/watch?v=n9Dnzhwhvyo Prof. über KI
https://www.youtube.com/watch?v=Ra3fv8gl6NE Musk über AI
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/automatisierung-bill-gates-fordert-roboter-steuer-14885514.html
https://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/microsoft-tay-chatbot-twitter-rassistisch
https://de.wikipedia.org/wiki/Detroit:_Become_Human



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